Erwin Hartsch
(* 1. Juni 1890 in Jugelsburg; † 2. August 1948 in Dresden)

1921 war er als Lehrer Initiator der ersten proletarischen Jugendweihen der Stadt Mylau. Im selben Jahr wurde er Stadtverordneter in dieser Stadt. 1923 wurde er stellvertretender Bürgermeister von Mylau. Zu dieser Zeit wurde er auch Mitglied des Sächsischen Lehrervereins und des Bezirkstages der Amtshauptmannschaft Plauen.

Von 1926 bis 1932 gehörte Hartsch für die SPD dem Landtag von Sachsen an. 1929 kam Hartsch in den Vorstand des sächsischen Landtages und wurde Vorsitzender des Beamten- und Besoldungausschusses. Bei der Reichstagswahl vom Juli 1932 wurde Hartsch als Kandidat der SPD für den Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau) in den Reichstag gewählt, dem er in der Folge bis zum Juni 1933 angehörte. Danach wurde er verhaftet und verbrachte einige Jahre im KZ.

Für die SED war er Mitglied des ersten Sächsischen Landtages der Nachkriegszeit. Von 1946 bis zum April 1948 amtierte Hartsch als erster Kultusminister des Landes Sachsens. Im Mai 1948 wurde Hartsch zum Direktor der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden ernannt.

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